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Tour zum Nordkap- 1. Etappe

uwe mewes 1. etappe
 

Die erste Woche liegt hinter ihm: Uwe Mewes hat die ersten 613 Kilometer erfolgreich absolviert und Dänemark erreicht.

 

Anlässlich seines 70. Geburtstages erfüllt er sich einen Lebensraum und radelt derzeit allein rund 4.000 Kilometer mit dem E-Bike bis zum norwegischen Nordkap.

Dieses gewaltige Abenteuer nutzt er für den guten Zweck: Uwe Mewes sammelt mit seiner Reise Spenden für unser Hospiz- und Palliativzentrum Niederberg in Velbert (https://www.hospiz-velbert.de/live/So-helfen-Sie/helfen.aspx).

Vor seinem Start legte er passenderweise eine erste Rast direkt bei uns am Hospiz ein.

Wir bedanken uns ganz herzlich für dieses großartige Engagement, wünschen weiterhin gute Fahrt und freuen uns auf die nächsten Berichte!

Nachfolgend lesen Sie seinen persönlichen Erfahrungsbericht:

"Nach der 6. Etappe habe ich heute Dänemark erreicht. Das Wetter war dann doch besser (trockener) als vorhergesagt. Nach meiner Abfahrt von Velbert ging es an Hattingen vorbei und ein wenig an der Ruhr entlang. Bei Dahlhausen verließ mich dann die letzte meiner Eskorte und ab dann war ich alleine. Beim Bochumer Bermuda 3eck war ich versucht, noch eine der legendären Currywürste einzuschieben. Aber nein - ich war ja beim Hospiz gut verpflegt worden. Der Ruhrpott verabschiedete sich mit schönen Ausblicken am Emscher Radweg. Kanäle - Perdehöfe - schon war ich im Münsterland. Im Venner Moor lässt es sich gut nächtigen und gepflegt speisen. Dann im Affengalopp durch Münster hindurch, und in Ladbergen spontan eine Gewitterpause im Restaurant Tannenhof. Kaum hatte ich das Bier ausgetrunken, war der Spuk vorbei und ich konnte weiter fahren. Im Münsterland gibt es ein neues Schild:"Vorsicht tief fliegende Störche." Die waren gerade mit dem Nestbau schwer beschäftigt und haben mich einfach ignoriert. Am Wegesrand zu sehen: komische Vögel (Straußen) idyllische Wasserläufe, Torfabbau, eine Fischtreppe, und ein weiteres Highlight, den Buchenhof im künstlerischen Worpswede. Dann Reetdächer am laufenden Band. Ich kann mich gar nicht daran sattsehen. Und dann in Alt-Oese. Da hat ein Fußball Fan Heini seine Leidenschaft auf die Vögel übertragen. Ob die dann wohl kräftig für Werder Bremen pfeifen??? An der Elbfähre von Wischhafen nach Glückstadt ein kilometerlanger Stau (Lkw+Pkw) Radfahrer düsen da einfach vorbei und kommen für 6,60 rüber. Auf der Fähre treffe ich den ersten Nordkap-Kollegen: einen jungen Niederländer, der genau wie ich mit dem Rad dahin fährt. Er lässt sich allerdings 4 Monate Zeit und hat ein Zelt dabei. Auf der anderen Elbseite ist erst einmal ein Fischbrötchen fällig. Hier im Norden habe ich jedes Mal einen unbändigen Appetit auf Fisch. Damn geht es per Tunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal durch in Rendsburg. Dann wieder eine Spontan-Begegnung in einem idyllischen Wäldchen: ich treffe auf einen abenteuerlich tätowierten Rucksack-Menschen mit eindeutig österreichischen Akzent. Der schwärmte von den jungen Brennesseltrieben und pflückte sich grinsend eine Portion "Fitness-Salat". Dann hatte mich knapp vor Flensburg ein Regenschauer erwischt und von der Nützlichkeit meiner Regenjacke überzeugt. Die habe ich dann vorsichtshalber anbehalten, und es kamen tatsächlich auch ein paar Tröpflein herunter gesegelt.Nun habe ich 613 Kilometer hinter mir, bin in Dänemark und mein Gesäß meldet den Wunsch nach Ruhe an. Muss ich momentan noch verneinen, denn bis Aalborg sind es noch drei Tage. HALTE DURCH, LIEBES POPÖÖÖCHEN. Das Radfahren geht in Dänemark viel leichter von der Hand. Viel geradeaus fahren, nicht auf so viel achten müssen, bessere Radwege und weniger Steigungen. Der Wind war (bis jetzt) auch nicht so schlimm. Morgen werde ich mich vom Wetterbericht nicht irritieren lassen. Et kütt wie et kütt.... mal wieder um die 104 km fahren."

 



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