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Etappe 7 voraus: Uwe Mewes setzt seine Reise zum Nordkap fort!

7. etappe_uwe mewes

Sechs Etappen und unzählige Kilometer liegen bereits hinter Uwe Mewes, der sich auf einer beeindruckenden 4.000-Kilometer-Solo-Reise befindet.

Mit dieser Tour setzt er ein starkes Zeichen für den guten Zweck und unterstützt unser Hospizzentrum mit einer beachtlichen Spendensumme, die er direkt an seine gefahrene Distanz koppelt.

Für dieses tief berührende Engagement und den großartigen persönlichen Einsatz können wir uns gar nicht genug bedanken.

Wir begleiten ihn in Gedanken und wünschen ihm für die anstehende 7. Etappe nur das Beste, Rückenwind und stets sichere Straßen.

Wenn Sie Uwes Einsatz für unser Haus unterstützen möchten, finden Sie alle Infos auf: https://www.hospiz-velbert.de/live/So-helfen-Sie/helfen.aspx

Begleiten Sie Uwe auf seinem nächsten Abschnitt – hier geht es direkt zu seinem aktuellen Bericht:

"Auf den Lofoten angekommen in Moskenes fand ich vor: jede Menge Touristen, Wanderer, Radfahrer und einen wahnsinnigen Verkehr, bis die pittoresken Fischerdörfer vorbei sind. Besonders schön: Reine - wo Freund Espen einen schönen Berg erklommen hat. Mir fehlt momentan leider die Muße für solche Aktivitäten, staune nur über die Fischerdörfer und freue mich über die dann folgende Einsamkeit bei den Tunnelumfahrungen mit Meeresblick. Rast an einer frischen Quelle, wo ich meinen Wasservorrat auffülle (und meine Seele mit dem Ausblick) Dann - der Nappstraumen-Tunnel wird zum Alptraum-Tunnel: gesperrt für Fußgänger und Radfahrer. Und ich muss da durch. Es gibt einen Shuttlebus, der nur 4 Räder faßt. Also heißt es warten, bis ich nach 2,5 Stunden dabei bin. Mein Rad auch - gut verzurrt auf dem Anhänger. Der Tunnel war wirklich gruselig. Verläuft unter dem Fjord, überall Salzwasser, Schlaglöcher, Baustelle. Danach die Ankunft in einem ungemütlichen Hotel im landestypischen Holzhaus und es geht weiter mit Gartenzwergen im Vorgarten, Seen, hohen Bergen, Schafen, die verständnislos gucken, wenn ich mein übliches "Miezmiiiiez" rufe. Dann gilt es auch, hohe Brücken zu erklimmen. Bei Seitenwind von 9 m/sec. wird mir etwas mulmig, auch bei dem Sog, den LKW's hinter sich her ziehen. Schieben ist hier in jedem Fall sicherer. Radfreunde berichten hier sogar von 14 m/sec. (Sturmstärke). Dann ein verspiegelter Glas-Kubus am Wegesrand, den Lofoten-Dom, der für die Fischer der ganzen Region gebaut wurde. Ein Ausflug nach Svolvær gehörte ebenfalls zum Programm. Der Jachthafen, das Fischerhaus mit Trockengestell für den Stockfisch, den ich dann auch probiert habe. Der getrocknete Fisch wird dann so lange gewässert, bis er wieder "wie vorher" war und dann leicht pfeffrig zubereitet wurde, in einem urigen Küchen-Restaurant angeboten. Über Preise spricht man hier nicht. Augen zu und zahlen... Dann ein Tag mit 50% Sauwetter, und eine Fähre auf die Vesterålen und: auf magische Weise wird das Wetter besser. Vorbei am Hurtigruten Museum in Stokmarknes geht es nach Sortland, wo ich zum ersten Mal zweisprachige Ortsschilder sehe (norwegisch & samisch) . Sortland, die blaue Stadt wegen der vielen blau angestrichenen Häuser ist mir auf Anhieb sympathisch. Man ehrt hier; Knut Hamsun, und besonders den langjährigen Müll-Aufsammler Kjetil Paulsen mit einer Statue. Kultur und Geschichte begegnet einem auf Schritt & Tritt. Der Abschied wird mir leicht gemacht, denn die Radroute führt durch das Dörfchen Sigerfjord, wo der Fisch gefangen wurde(= Ishavsrøye), den ich im Hotel gegessen hatte. Man wohnt dort, zeigt humorige Vorgärten und lebt auch heute noch vom Fischfang, der für die Vesterålen immer noch sehr wichtig ist. Beschauliche Inseln, die vom Lofotentourismus bislang verschont wurden. Dann landete wieder ein Vögelchen auf der Straße. Ich rief ihm zu:"Flieg schnell weg!" und hab ihm wahrscheinlich das Leben gerettet. Dann geht es bergauf in Richtung Harstad, wo ich mit dem Hurtigruten Schiff wieder aufs Festland kommen werde. An einem Berg hat mich das bekannte Fliegen-Trauma wieder eingeholt, gottseidank nur für kurze Zeit. Danach hatte ich einmal die Gelegenheit, ein gutes Werk zu tun: Plötzlich sah ich auf der Straße ein Handy liegen, genauer gesagt ein I-Phone. Ich hörte aus einer etwas entfernten Ecke Schneide- und Säge-Geräusche und fuhr mit dem Handy dorthin, fragte einen der Arbeiter um Rat, was hier zu tun wäre. Der erkannte freudestrahlend sein Handy wieder und bedankte sich überschwenglich. Da war der Fliegenschwarm schnell vergessen. Die Etappe Harstad verging im Fluge, 70 km nur leichte Steigungen und den ganzen Nachmittag frei. Hört ihr mein Hinterteil jubilieren? Und ich gönne mir jetzt ein frisch gezapftes Guinness im Irish Pub. Morgen Abend werde ich dann schon in Tromsø sein, was für mich eine der schönsten Städte des Nordens bedeutet, auf die ich mich schon richtig freue. Dann beginnt ein neuer Abschnitt meiner Traumreise."



© www.hospiz-velbert.de   Dienstag, 14. Juli 2026 16:58 Hospiz-jw
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