
Das Abenteuer Nordkap geht in die nächste heiße Phase: Startschuss für die fünfte Etappe seiner beeindruckenden E-Bike-Solo-Tour! Vier Abschnitte dieser gewaltigen 4.000-Kilometer-Herausforderung hat Uwe nun schon erfolgreich gemeistert.
Doch es geht hier um weit mehr als sportliche Höchstleistungen. Jeder Kilometer ist ein Zeichen der Hoffnung:
Mit dieser Extremtour sammelt Uwe Spenden für unser Hospiz- und Palliativzentrum Niederberg in Velbert – ein echtes Herzensprojekt.
Wir ziehen den Hut vor diesem großartigen Einsatz! Für die kommenden Etappen schicken wir die besten Wünsche auf die Reise: Komm weiterhin unbeschadet und voller Energie voran!
Wollen auch Sie Uwe anfeuern und gleichzeitig etwas bewegen? Jede Spende fließt direkt in unsere wichtige Arbeit vor Ort.
Die spannendsten Momente der letzten Tage teilt Uwe natürlich wieder ganz persönlich mit Ihnen.
Hier geht es direkt zu seinem aktuellen Reisebericht:
"Nun bin ich in Trondheim und schicke Dir noch ein kleines "Special" dieser Stadt, die mich sehr beeindruckt hat.
Die letzte Etappe war zwar wieder etwas anstrengender und mein Hinterteil meldete dringendes Ruhebedürfnis an, aber das Wetter blieb den ganzen Tag trocken. Ich folgte lange Zeit dem Lauf der Sokna, die mich irgendwie an meinen Heimatfluss der Wupper erinnerte, allerdings doch ein wenig "wilder" daher kam. Dann kam ich an einer kleinen hellen Holzkirche aus 1893 vorbei, die ich mir zumindestens von außen angeschaut hatte. Das dazugehörige WC dafür auch von innen. Die schöne Atmosphäre von Trondheim spürte ich schon, als ich durch den beschaulichen Vorort Heimdal fuhr. Dort stehen farbige Holzhäuschen nicht in einer Reihe sondern ein wenig durcheinander gewürfelt. Man mähte Rasen, sprach fröhlich miteinander und alles strahlte eine gewisse Ruhe und Gemütlichkeit aus. Nachdem ich und mein schmerzender Hintern zur Ruhe gekommen sind, habe ich beschlossen, kein Besichtigungsprogramm abzuspulen, sondern mich einfach treiben zu lassen. Es ist zwar eine Großstadt auch mit vielen Studenten, strahlt aber auch eine gewisse Gelassenheit aus. Es gibt viele Museen, ein Planetarium, das Musikmuseum Rockheim, welches ich in einerem früheren Urlaub bereits besichtigt hatte, dann sehr schöne Kirchen, allen voran der Nidaros Dom. Für diesen habe ich mir richtig Zeit gelassen. Dort gibt es als Besonderheit einen speziellen Altar für die Sami, dem hauptsächlich im Norden Norwegens vertretenen Naturvolk. Dieser Altar wurde von einem samischen Künstler aus Birkenholz erstellt und in 2017 im Nidarosdom geweiht. Dann gibt es einen Kinderaltar, natürlich mit Kuschel-Ecke. Dann erklärte mir eine nette Schwedin den Grabstein von Erlendsson, dem Erbauer des Doms, der 800 Jahre nach seinem Ableben posthum zum Erzbischof ernannt worden war. Dann zog es mich auch zu einer kleineren unscheinbaren Kirche hin, der Liebfrauenkirche. Dort lag auf dem abgewetzten Holzboden ein schlichtes Kreuz aus kleinen Quadersteinen und Teelichtern zusammengefügt. Ich entdecke ein Gemälde "der lieben Frau" Leute die in einem Kreis fröhlich zusammensitzen, eine kleine funktionale Teeküche, und in einer versteckten Bank einen schlafenden Menschen, der wohl obdachlos sein mag. Auch das ist Trondheim, die frühere Hauptstadt Norwegens.
An meinem Ankunftstag entdeckte ich auf dem Platz um König Olavs Statue einen schönen Markt, wo viele lokale Spezialitäten angeboten wurden, und wo sich der Kajak-Club, ein Auto-Club und viele andere präsentierten. Es gab Musik, Rock and roll für Kinder, Tango, Salsa etc. Und dann versteckte Ecken mit den bunten Holzhäusern, Pfützen mit badenden Spatzen - es war ja schließlich Freitag. Und das neben einer hochmodernen Hafen-Meile, wo neben dem ebenso modernen Bahnhof viele architektonisch futuristische Gebäude stehen, so auch ein Kongress/Konferenz-Center. Dann wieder die alte Brücke, auch "Liebes-Brücke" genannt. Wer sich dort küsst, bleibt sich angeblich ein Leben lang treu. Nun, meine Quietsche-Ente hat kein weibliches Exemplar zum Küssen gefunden...
Was in Trondheim allerdings zum guten Ton gehört - bei Rot über die Ampel zu gehen. Man wartet erst kurz, wird ungeduldig, schaut ob auch kein Auto kommt, und geht. Eben norwegisch pragmatisch. Am Abend ging ich dann spontan in das Café Dublin neben meinem Hotel, um noch einen Happen zu essen. Dort geriet ich in ein fröhliches Treiben wegen des Fußball Spiels Norwegen gegen Frankreich, wo sich dann wieder spontane Gespräche ergaben, es waren ja alle noch relativ nüchtern. Ich habe mich dann verdrückt, bevor das Spiel losging und wollte mich schon einmal seelisch auf die nächste Etappe vorbereiten. Die wird wieder etwas länger sein und beinhaltet auch eine Bergfahrt. Immerhin lässt der schöne Sonnenaufgang das Herz höher schlagen. Weiter geht's.... "